Die Niederrheinische Gesellschaft

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25 Jahre

der Niederrheinischen Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichtsforschung e.V.

Dr. Günter Krause ist seit diesem Frühjahr über 25 Jahre erster Vorsitzender unserer Gesellschaft. Das ist ein guter Anlass zum Feiern........
Wir berichten über die Veranstaltung der
 Niederrheinischen Gesellschaft am 16.11.2003

Am 17. 10. 2003 lud die Niederrheinische Gesellschaft  ihre Mitglieder für Sonntag, den 16. November 2003, 15. 00 Uhr in den Gemeindesaal an der Marienkirche in Duisburg zu einem Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und zu einem Abend mit indisch-libanesischem Büffet ein.

Der Anlass war, dass Dr. Günter Krause  seit diesem Frühjahr über 25 Jahre erster Vorsitzender unserer Gesellschaft ist. Das war ein guter Grund zum Feiern.  Das Programm lautete folgendermaßen:

Ab 15.00 Uhr, Kaffeetrinken bei selbst gemachtem Kuchen

18.00 Eröffnung des Büffets. Indische und libanesisch-arabische Spezialitäten (bekömmliche Speisen für Vegetarier und Nichtvegetarier) zusammengestellt und zubereitet von unserem Mitglied Amal Kumar Mitra und Frau Nouhad Krause.

Gegen 16.00 besteht die Möglichkeit, die Marienkirche zu besichtigen und an einer archäologisch - historischen Führung in der westlichen Altstadt zwischen Marienkirche und Schwanentor teilzunehmen. Dr. Krause wird dabei auch über die lange Geschichte der Marienkirche (1150/53 als Kirche der ersten Johanniterkommende auf deutschem Boden geweiht) und die Ausgrabungen an und vor der Kirche 1987-88 und 1991/92 berichten. Die Veranstaltung erhielt einen überaus großen Zuspruch und wurde zu einem vollen Erfolg. Rund 70 Teilnehmer wurden gezählt, darunter eine ganze Anzahl Ehrengäste: Mitglieder, die seit Jahrzehnten dem Verein die Treue halten und an seiner Arbeit und seinen Aktivitäten über lange Jahre selbst beteiligt waren bzw. regen Anteil daran genommen haben und noch nehmen.  Ohne sie und die vielen jüngeren und neuen aktiven Mitglieder hätte der Verein niemals sein umfangreiches Programm der letzten 25 Jahre durchführen können.

Dr. Günter Krause begrüßte die Gäste und bedankte sich besonders  bei diesen Mitgliedern. Sie waren der Einladung gefolgt, soweit sie nur dazu in der Lage waren. Es folgte die Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen, dem reichlich zugesprochen wurde.

Gegen 16.00 Uhr begann eine kurze Einführung mit Lichtbildern in die  Geschichte der Marienkirche und der zugehörigen Johanniterkommende. Es wurde dabei auch auf die Ergebnisse der Ausgrabungen an der Marienkirche 1987/88 und 1991/92 eingegangen. Die Probleme bei der Gewinnung des Grundrisses und des Aussehens der ältesten romanischen Marienkirche mit gotischen Erweiterungen, 1798 abgerissen, wurden dabei angesprochen. Sie konnten bei der Ausgrabung nicht gelöst werden. Weiter erfolgte ein Überblick über die Ergebnisse der Ausgrabungen in der westlichen Altstadt vor allem von  der Stadtmauer an der Marienkirche über das Marientor, weiter zum ehemaligen Hugenturm, dem südwestlichen Eckpunkt der Stadtbefestigung und von dort entlang der Unterstrasse bis zum Schwanentor. Die Stadtmauer in diesem Bereich stammt ganz überwiegend aus dem 13. Jahrhundert. An  der Unterstrasse folgt sie dem mittelalterlichen Rheinlauf, der bis ins 14. Jahrhundert als Hafen diente. In dieser Zeit veränderte der Rhein endgültig seinen Lauf, nachdem sich schon zum Ende des 10. Jahrhunderts der Hauptstrom verlagert hatte und Duisburg nur noch an einem Altarm lag, der endgültig verlandete.  Damit war Duisburg für Jahrhunderte von seinen Wasserverbindungen, seiner eigentlichen Lebensader, abgeschnitten. Erst nach 1820 wurden sie mit Maschinen-kraft wiederhergestellt. Nur so konnte Duisburg zu einem Hafen- und Industriezentrum wer-den. 

Im Anschluss an die Einführung mit Lichtbildern folgte ein Rundgang von der Marienkirche bis zum ehemaligen Schwanentor und zurück. Dabei wurde mit Hilfe eines an die Anwesenden verteilten kleinen Führers und an den Originalresten der Stadtmauer das im Vortrag Angesprochene vertieft. Trotz Dauerregens ließ sich niemand der Gäste von der Teilnahme an der Führung abhalten. Zum Abschluß wurde die jetzige, 1802 erbaute Marienkirche besichtigt,  in der  eine Vitrine mit Ausgrabungsfunden aus der Kirche gezeigt wird.

Vortrag und Führung im Freien dauerten bis gegen 18.00 und sorgten dafür, dass das inzwischen aufgetragene umfangreiche Büffet nicht nur in die Augen stach, sondern auch köstlich mundete.

Den  besonderen Abschluss der Veranstaltung bildete eine Bauchtanzvorführung bei arabischer Musik. Vom Schwung der Darbietung und der rhythmischen Musik angeregt, begannen am Ende etliche Teilnehmer sich dem Tanze anzuschließen und selber die Hüfen zu schwingen.

Der Dank aller Anwesenden galt nach einem gelungenen Nachmittag und Abend der eindrucksvollen Darbietung der anmutigen Tänzerin, weiter Frau Krause, Herrn Mitra und Frau Zander, für den vorzüglichen Kuchen und die köstlichen Speisen und allen anderen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

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